Chartsoftware auswählen, ohne sich im Werkzeugkasten zu verlieren
Gute Chartsoftware macht Märkte nicht vorhersehbar. Sie hilft dir aber, Kursverläufe sauber zu lesen, Ideen zu filtern und Entscheidungen nachvollziehbar vorzubereiten. Hier erfährst du, worauf es bei einer Trading- und Börsensoftware wirklich ankommt – und für wen TradingView sinnvoll sein kann.
*Affiliate-Link: Bei einem späteren kostenpflichtigen Abschluss können wir eine Provision erhalten. Für dich erhöht sich der Preis nicht.

Kurzantwort: Für viele private Anleger und Trader ist TradingView ein starker Ausgangspunkt, weil Charts, Watchlists, Screener, Alarme, Paper Trading und ausgewählte Broker-Anbindungen in einer Oberfläche zusammenkommen. Ob es die richtige Lösung ist, hängt trotzdem von deinem Markt, deinen Datenanforderungen, deinem Zeithorizont und deinem Budget ab.
Stand: 26. September 2026. Funktionen, Tarifgrenzen, Marktdaten und Broker-Integrationen können sich ändern. Vor einem kostenpflichtigen Abschluss gelten die aktuellen Angaben des Anbieters.
Was muss professionelle Chartsoftware leisten?
TradingView im Überblick
TradingView stellt mit den Supercharts eine browserbasierte Analyseoberfläche bereit. Dazu gehören verschiedene Charttypen, Zeichenwerkzeuge, technische Indikatoren, Watchlists, Screener, Alarme, Finanzkennzahlen, Nachrichtenfunktionen sowie Pine Script für eigene Indikatoren und Strategien. Die Desktop-App ergänzt unter anderem Mehrmonitor-Unterstützung und synchronisierte Tabs.
Der Stock Screener kann große Aktienuniversen nach Kriterien durchsuchen und Ergebnisse als Tabelle oder Chart-Raster darstellen. Alarme laufen serverseitig und können – abhängig von Bedingung und Tarif – Preise, Indikatoren, Strategien oder Zeichenobjekte überwachen. Paper Trading verwendet virtuelles Geld und eignet sich zum Üben der Bedienung. Es bildet Slippage, Liquidität und die psychologische Belastung des Echtgeldhandels jedoch nicht vollständig ab.
| Bereich | Stärke | Darauf solltest du achten |
|---|---|---|
| Charts | Viele Märkte, Zeitrahmen und Analysewerkzeuge in einer Oberfläche | Datenquelle, Börsenplatz und mögliche Verzögerungen prüfen |
| Screener | Technische und fundamentale Filter, Tabellen- und Chartansicht | Ein Filter liefert Kandidaten, keine Kaufentscheidung |
| Alarme | Automatische Beobachtung von Preisen und Bedingungen | Intervall, Trigger und Laufzeit sauber festlegen |
| Paper Trading | Üben ohne Einzahlung und ohne echtes Geld | Simulation ist kein Beweis für künftige Gewinne |
| Broker-Anbindung | Bei integrierten Brokern Analyse und Order in einem Ablauf | Produkte, Region, Kosten und Ordertypen unterscheiden sich |
Kostenlos oder kostenpflichtig?
Ein kostenloser Zugang kann ausreichen, wenn du einzelne Charts analysierst, eine überschaubare Watchlist führst und zunächst die Grundfunktionen lernst. Kostenpflichtige Tarife werden eher interessant, wenn du mehrere Chartfenster, mehr aktive Alarme, zusätzliche Indikatoren pro Chart oder spezielle Daten- und Komfortfunktionen benötigst.
- Welche Funktion fehlt dir im tatsächlichen Alltag?
- Ist das Börsen-Datenpaket enthalten oder separat zu bezahlen?
- Wie viele Alarme und Layouts brauchst du wirklich?
- Reicht der kostenlose Tarif für eine vierwöchige Testphase?
- Gibt es eine automatische Verlängerung und wann musst du kündigen?
Der aktuelle Tarifvergleich des Anbieters ist immer maßgeblich. Wir versprechen keinen „besten“ Tarif, sondern empfehlen: erst nutzen, dann entscheiden.
Für wen eignet sich TradingView?
Für Einsteiger: wenn du mit einem klaren Chart, einer kleinen Watchlist und Paper Trading beginnst. Für aktive Trader: wenn du Alarme, mehrere Märkte und eine unterstützte Broker-Verbindung benötigst. Für langfristige Anleger: wenn du technische Charts mit fundamentalen Kennzahlen und Watchlists kombinieren möchtest. Für Entwickler: wenn du mit Pine Script eigene Indikatoren oder Strategietests erstellen willst.
Weniger passend ist die Plattform, wenn deine wichtigste Funktion nur in einer spezialisierten Broker-Software vorhanden ist, du zwingend institutionelle Orderfunktionen brauchst oder die benötigten Echtzeitdaten nicht sinnvoll verfügbar sind.
So startest du in fünf Schritten
TradingView lernen: die wichtigsten Anleitungen
Häufige Fragen zur Chartsoftware
Ist TradingView eine Tradingsoftware oder nur ein Chartprogramm?
TradingView ist zunächst eine Analyse- und Chartplattform. Über offiziell integrierte Broker kann bei unterstützten Konten auch gehandelt werden. Konto, Ausführung, Verwahrung und Gebühren liegen weiterhin beim Broker.
Kann ich TradingView kostenlos verwenden?
Ja, ein kostenloser Tarif ist verfügbar. Funktionsgrenzen und Werbung können sich ändern. Prüfe den offiziellen Tarifvergleich, bevor du Geld ausgibst.
Welche Chartsoftware ist die beste?
Eine seriöse Antwort hängt von Markt, Daten, Strategie, Broker, Betriebssystem und Budget ab. Für viele Privatanleger ist TradingView ein vielseitiger Einstieg; spezialisierte Futures-, Options- oder institutionelle Workflows können andere Lösungen erfordern.
Sind technische Indikatoren Kaufsignale?
Nein. Indikatoren berechnen Informationen aus vorhandenen Kurs- oder Volumendaten. Sie können Entscheidungen strukturieren, garantieren aber weder Richtung noch Gewinn.
