Ein TradingView Alarm beobachtet eine definierte Bedingung serverseitig: Der Chart muss nicht geöffnet bleiben. Für einen einfachen Kursalarm wählen Sie Symbol, Bedingung, Schwelle, Häufigkeit, Laufzeit und Benachrichtigung.
🐹 Hamster-Regel: Ein Alarm ist ein Wecker, kein Kaufknopf.
Was das bedeutet: Der Alarm erinnert dich an eine Bedingung. Erst danach prüfst du, ob Setup, Risiko und Marktlage weiterhin passen.
Vier Wege zum neuen Alarm
- oben in Supercharts „Alarm erstellen“,
- Alarm-Manager rechts,
- Rechtsklick im Chart,
- Plus-Symbol an der Preisskala.
Tastenkürzel: Alt + A unter Windows beziehungsweise Option + A unter macOS.
Preisalarm Schritt für Schritt
- Öffnen Sie das gewünschte Symbol und prüfen Sie den Börsenplatz.
- Öffnen Sie den Alarmdialog.
- Wählen Sie den Preis als Bedingung.
- Wählen Sie „Kreuzt aufwärts“, „Kreuzt abwärts“ oder eine andere passende Operation.
- Tragen Sie das Niveau ein.
- Bestimmen Sie, ob der Alarm einmal oder wiederholt auslösen soll.
- Setzen Sie Ablaufdatum, Name und verständliche Nachricht.
- Wählen Sie App, Pop-up, E-Mail, Ton oder andere verfügbare Kanäle.
Preis-, technische und Watchlist-Alarme
Preisalarme reagieren auf Kursdaten. Technische Alarme nutzen Indikatoren, Strategien, Zeichnungen oder Chartmuster. Watchlist-Alarme wenden dieselbe Bedingung auf mehrere Symbole an, sind aber tarifabhängig. Das Zeitintervall ist bei Indikatoralarmen entscheidend, weil es die Berechnung verändert.
„Einmal pro Kerzenschluss“ oder sofort?
Ein Intrabar-Auslöser reagiert schneller, kann aber durch eine Bewegung entstehen, die bis zum Kerzenschluss wieder verschwindet. „Einmal pro Kerzenschluss“ passt, wenn Ihre Regel bestätigte Schlusskurse verlangt. Die Wahl muss zur Strategie passen.
Wichtiger Fehler: Indikator nachträglich ändern
Wenn Sie Parameter eines Indikators nach dem Erstellen des Alarms ändern, arbeitet der bestehende Alarm laut TradingView weiterhin mit den ursprünglichen Einstellungen. Erstellen Sie ihn neu oder ändern Sie ihn gezielt.
Beispiel
Sie beobachten eine Aktie bei 98 Euro und möchten erst bei einem bestätigten Ausbruch über 100 Euro reagieren. Setzen Sie „Kreuzt aufwärts 100“, wählen Sie – falls Ihre Regel Schlusskurse verlangt – „einmal pro Kerzenschluss“ und notieren Sie im Nachrichtentext den geplanten Prüfschritt statt einer pauschalen Kaufanweisung.
FAQ
Funktionieren Alarme bei geschlossenem Browser?
Ja, TradingView führt Alarme serverseitig aus. Für App- oder Browser-Benachrichtigungen müssen die jeweiligen Berechtigungen aktiv sein.
Wie viele Alarme sind kostenlos?
Basic umfasst aktuell drei aktive Preisalarme. Bezahlte Tarife erhöhen die Grenzen und ergänzen technische Alarme.
Wie lange laufen Alarme?
Die maximale Dauer hängt vom Tarif ab. TradingView nennt für Standardalarme begrenzte Laufzeiten; bestimmte Tarife erlauben unbefristete Alarme.
Quellen
Weiter: Trendaktien screenen oder Paper Trading üben. Keine Anlageberatung.
Welche Alarmart passt zu welchem Zweck?
Ein einfacher Kursalarm informiert, wenn ein festgelegter Preis erreicht oder durchbrochen wird. Das eignet sich für Widerstände, Unterstützungen oder persönliche Risikomarken. Ein Indikatoralarm reagiert dagegen auf eine berechnete Bedingung, beispielsweise eine Kreuzung gleitender Durchschnitte. Zeichenwerkzeuge und Strategien können je nach Funktion ebenfalls als Auslöser dienen.
Formulieren Sie den Alarmnamen so, dass die Meldung ohne geöffneten Chart verständlich ist. „SAP Tageschart – Widerstand 190 prüfen“ ist hilfreicher als „Alarm 7“. Ergänzen Sie in der Nachricht die geplante Handlung: Chart kontrollieren, Volumen prüfen oder Setup verwerfen. Ein Alarm sollte eine Prüfung auslösen, nicht automatisch eine Order rechtfertigen.
Ein praktisches Beispiel
Sie beobachten eine Aktie unterhalb eines markanten Hochs. Statt den Kurs ständig zu kontrollieren, setzen Sie einen Alarm knapp an die relevante Zone. Wird er ausgelöst, öffnen Sie den Tageschart und prüfen, ob der Ausbruch zum Handelsschluss Bestand hat und durch Volumen bestätigt wird. Erst danach wenden Sie Ihre Einstiegs- und Risikoregeln an.
Häufigkeit und technische Zustellung
Die Einstellung „nur einmal“ eignet sich für einmalige Kursmarken. Wiederkehrende Alarme können sinnvoll sein, wenn eine Bedingung mehrfach geprüft werden soll, erzeugen aber schnell zu viele Meldungen. Testen Sie außerdem, ob App-, Browser- oder E-Mail-Benachrichtigungen auf Ihren Geräten tatsächlich ankommen. Betriebssysteme können Hintergrundmeldungen blockieren.
Alarm-Hygiene
- Veraltete Alarme einmal pro Woche löschen oder anpassen.
- Keine Alarme ohne konkrete nächste Handlung anlegen.
- Symbol, Börsenplatz und Zeitintervall im Namen festhalten.
- Bei Indikatoralarmen die Berechnung auf Kerzenschluss beachten.
- Tarifgrenzen für aktive Alarme vorab prüfen.
Warum Alarme kein Risikomanagement ersetzen
Eine Benachrichtigung kann verspätet eintreffen oder übersehen werden. Bei offenen Positionen gehören schützende Orders deshalb dorthin, wo sie zuverlässig verwaltet werden – in der Regel zum Broker. TradingView-Alarme sind vor allem Analyse- und Organisationswerkzeuge. Prüfen Sie bei direkter Brokeranbindung genau, welche Ordertypen und Funktionen unterstützt werden.
Kombinieren Sie Alarme mit einer kompakten Screener-Liste und einem einheitlichen Chart-Setup. So werden Sie nur dann aktiv, wenn eine vorher definierte Bedingung eintritt.
Transparenz: Der folgende Verweis ist ein Affiliate-Link. Wenn Sie darüber ein kostenpflichtiges TradingView-Abo abschließen, erhalten wir möglicherweise eine Provision. Für Sie ändert sich der Preis nicht.
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Alarme vor dem Ernstfall testen
Legen Sie einen Testalarm nahe am aktuellen Kurs an und kontrollieren Sie jede gewünschte Benachrichtigungsart. Prüfen Sie Zeitstempel, Symbol, Börsenplatz und die angezeigte Nachricht. Wiederholen Sie den Test nach Änderungen am Gerät oder Browser. Für besonders wichtige Bedingungen sollten Sie nie nur einen technischen Meldeweg voraussetzen. Ein dokumentierter Wochencheck verhindert, dass abgelaufene oder falsch konfigurierte Alarme unbemerkt bleiben.
Wichtig: Ändern Sie nach einer ausgelösten Meldung nicht spontan die ursprüngliche Bedingung. Öffnen Sie zuerst den Chart, prüfen Sie Kerzenschluss, Volumen und Marktumfeld und dokumentieren Sie anschließend Ihre Entscheidung. So bleibt der Alarm Teil eines überprüfbaren Prozesses.
