Werbung: Mit * markierte Links sind Affiliate- bzw. Partnerlinks. Wenn du darüber etwas abschließt, erhalte ich eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.
Kurz beantwortet: Eine direkte Verbindung von LYNX mit dem Trading Panel auf TradingView.com ist für Deutschland nicht vorgesehen. In der deutschen Brokerliste von TradingView taucht LYNX nicht auf (geprüft am 17.10.2026). LYNX geht den umgekehrten Weg: Im Webtrader LYNX+ stecken TradingView-Charts, aus denen du direkt Orders aufgeben kannst. Für die meisten LYNX-Kunden ist das die offizielle „Verbindung“ von LYNX und TradingView. Wie du sie einrichtest und wann sich zusätzlich ein eigenes TradingView-Konto lohnt, zeige ich dir hier Schritt für Schritt.
Stand: Oktober 2026. Grundlage sind das LYNX Service Center, die LYNX-Preisseiten und die TradingView-Brokerübersicht. Ich gebe den Stand der Dokumentation wieder, nicht einen eigenen Kontotest.
Das Wichtigste in Kürze
- TradingView.com + LYNX-Depot: keine offizielle Anbindung im Trading Panel. LYNX steht nicht in der deutschsprachigen Brokerübersicht von TradingView.
- LYNX+ mit TradingView-Charts: Die Charts in LYNX+ werden laut LYNX von TradingView bereitgestellt, inklusive über 80 Indikatoren, Zeichenwerkzeugen, Layouts und Chart-Trading.
- Kombi-Workflow: Screener, Watchlists und Alarme auf TradingView.com, Order in LYNX+, der TWS oder der LYNX Trading App.
- Marktdaten: In den LYNX-Plattformen sind Kurse standardmäßig meist 15 Minuten verzögert. Echtzeitdaten abonnierst du im Client Portal, ab 200 USD Depotwert.
- Hintergrund: LYNX ist Partner von Interactive Brokers Ireland. Interactive Brokers selbst ist bei TradingView direkt angebunden.
Warum es keinen „Verbinden“-Button für LYNX gibt
Wenn du in TradingView unten das Trading Panel öffnest, siehst du eine Liste mit Brokern, die TradingView offiziell integriert hat. In der deutschsprachigen Übersicht stehen unter anderem Interactive Brokers, CapTrader und einige CFD-Anbieter. LYNX fehlt. Das deckt sich mit meinem Abgleich der Brokerliste für meinen Überblick TradingView mit Broker verbinden.
Das kann überraschen, denn LYNX arbeitet technisch mit Interactive Brokers zusammen. Auf der Preisseite schreibt LYNX: „LYNX ist ein Partner von Interactive Brokers Ireland“. Deine Orders laufen also über die Infrastruktur von IBKR, das Konto führst du aber über LYNX mit deutschsprachigem Service und eigenen Plattformen.
Einige englischsprachige Vergleichsseiten beschreiben eine Verbindung über TradingView. LYNX selbst dokumentiert im deutschen Service Center keinen solchen Weg. Ich halte mich hier an die offiziellen Quellen. Wenn du unbedingt direkt auf TradingView.com aus dem Chart handeln willst, frag vorab beim LYNX-Service nach oder schau dir einen Broker an, der offiziell im Trading Panel steht.
🐹 Hamster-Regel: Erst die offizielle Doku, dann die Foren.
Bei allem, was mit Login-Daten und Orders zu tun hat, verlasse ich mich nur auf das, was Broker und Plattform selbst dokumentieren. Ein Workaround aus einem Forum kann morgen schon nicht mehr funktionieren, und dann hängt eine offene Position in der Luft.
Voraussetzungen
- Ein LYNX-Depot: Für die Eröffnung musst du mindestens 18 Jahre alt sein. Eine Mindesteinzahlung verlangt LYNX nicht, empfiehlt aber mindestens 3.000 Euro. Für Margin-Handel nennt LYNX ein Mindestalter von 21 Jahren und einen Portfoliowert von mindestens 2.000 Euro.
- Zugangsdaten und Zwei-Faktor-Authentifizierung: Der Login in LYNX+ läuft über Benutzername, Passwort und 2FA.
- Handelsfreigaben: Für jede Produktklasse, etwa Aktien, Optionen oder Futures, brauchst du die passende Freigabe im Konto.
- Optional ein TradingView-Konto: nur, wenn du zusätzlich auf TradingView.com screenen, Alarme setzen oder eigene Skripte nutzen willst.
* Partnerlink. Es gelten die Bedingungen von LYNX.
Schritt für Schritt: TradingView-Charts in LYNX+ nutzen
Die folgenden Schritte folgen dem LYNX Service Center (Bereich LYNX+ und Charts). Bezeichnungen können sich mit Updates leicht ändern.
1. In LYNX+ einloggen
Öffne LYNX+ im Browser, gib Benutzername und Passwort ein und bestätige per Zwei-Faktor-Authentifizierung. LYNX+ funktioniert laut LYNX in allen gängigen Browsern und ist auch für den Smartphone-Browser optimiert.
2. Wertpapier suchen und Chart öffnen
Nutze die Suchleiste oben rechts. Du kannst nach Unternehmensname, Ticker oder ISIN suchen. Angezeigt werden nur Instrumente, die über LYNX handelbar sind. Auf der Produktseite siehst du neben den wichtigsten Kennzahlen den interaktiven TradingView-Chart. Mit dem Pfeilsymbol oben rechts im Chart öffnest du eine größere Ansicht. Alternativ öffnest du den Chart direkt aus einer Watchlist.
3. Chart einrichten
Laut LYNX kannst du Charttyp (Kerzen, Balken, Linie und weitere), Kerzengröße und Zeitraum anpassen. Über die Toolbar links stehen Zeichenwerkzeuge wie Linien, Pinsel, Text und Symbole bereit. Snapshots speichern eine angepasste Chartansicht.
4. Indikatoren hinzufügen
LYNX nennt über 80 technische Indikatoren, darunter RSI, MACD, gleitende Durchschnitte, Stochastik, Elder Force Index, Bollinger-Bänder und die Average True Range (ATR). Für einen Trendfolger reichen oft zwei gleitende Durchschnitte und die ATR für die Stop-Planung. Eigene Pine-Script-Indikatoren aus deinem TradingView-Konto nennt LYNX dagegen nicht. Dafür brauchst du TradingView.com.
5. Layout speichern
Mit dem Sternsymbol speicherst du deine bevorzugten Einstellungen, sodass sie auf alle folgenden Charts angewendet werden. Ein komplettes Layout speicherst du über „Speichern“ oben rechts und vergibst einen Namen. Später lädst du es über den Pfeil neben „Speichern“ und „Layout öffnen…“.
6. Order aus dem Chart aufgeben
Das ist der Teil, den die meisten mit „verbinden“ meinen. LYNX beschreibt drei Wege:
- Plus-Symbol (+) am rechten Rand der Cursorlinie anklicken. Es öffnet sich ein Orderticket für eine Kauforder mit einem Limit auf dem angeklickten Kursniveau.
- Rechtsklick an der gewünschten Stelle im Chart, dann „Trade“ wählen und Kauf oder Verkauf festlegen.
- Kaufen- oder Verkaufen-Schaltfläche oben rechts für ein Orderticket zum aktuellen Preis.
Prüfe im Orderticket immer Ordertyp, Limit, Stückzahl, Börsenplatz und Gültigkeit, bevor du abschickst. LYNX weist ausdrücklich darauf hin, dass die Chart-Funktionen nur der bequemen Bedienung dienen und keine Ausführung zu einem bestimmten Preis garantieren.
7. Stop und Ziel gleich mitgeben
Für Trendfolger interessant: LYNX+ bietet laut LYNX eine Bracket-Order, mit der du Take-Profit und Stop-Loss schon bei der Orderübermittlung festlegst. LYNX erklärt außerdem Ordertypen wie Stop, Stop-Limit, Trailing Stop und Trail-Limit auf eigenen Wissensseiten. Welche Kombination im Chart-Ticket genau verfügbar ist, solltest du einmal mit einer kleinen Order oder im Demokonto prüfen.
Workflow mit TradingView.com und LYNX
Viele Leser nutzen TradingView ohnehin für Screener, Watchlists und Alarme. Das musst du nicht aufgeben. Der Ablauf sieht dann so aus:
- Suchen: In TradingView filterst du Trendaktien und legst eine kleine Watchlist an.
- Planen: Du zeichnest Einstieg, Stop und Ziel im TradingView-Chart ein und berechnest die Positionsgröße.
- Wecken lassen: Du setzt einen Alarm auf dein Einstiegsniveau.
- Prüfen und ordern: Wenn der Alarm auslöst, öffnest du denselben Wert in LYNX+ und gibst die Order dort auf, idealerweise als Bracket-Order mit Stop.
- Dokumentieren: Ausführung und Stop trägst du in dein Journal ein.
Der Vorteil: Du nutzt Pine-Skripte, den Screener und die Alarmfunktionen von TradingView und handelst trotzdem über deinen deutschsprachigen Broker. Der Nachteil: Ein Klick mehr, und Stop-Marken liegen beim Broker, nicht im TradingView-Chart. Das ist kein Fehler, sondern sogar sinnvoll. Schutzorders gehören dorthin, wo sie zuverlässig verwaltet werden.
Transparenz: Der folgende TradingView-Link ist ein Affiliate-Link.
* Partnerlink. Basic ist kostenlos, Bezahltarife sind optional.
Marktdaten: Was bei LYNX kostet und was bei TradingView
Hier passieren die meisten Missverständnisse, deshalb trenne ich sauber:
Marktdaten bei LYNX
- Die LYNX-Plattformen zeigen standardmäßig zeitverzögerte Kurse, in der Regel um 15 Minuten, sofern die Börse das erlaubt.
- Echtzeitdaten gibt es über kostenfreie und kostenpflichtige Abos im Client Portal unter „Einstellungen“ und „Marktdatenabonnements“.
- Für ein Echtzeit-Abo muss dein Depot laut LYNX mindestens 200 USD (oder den Gegenwert) aufweisen.
- Gebühren werden bei Abschluss und dann zu Beginn jedes Monats fällig, immer für den ganzen Monat.
- Wenn du dich 60 Tage nicht einloggst, werden alle Abos automatisch zum Monatsende gekündigt.
- Wichtig: Verzögerte Kurse ändern nichts an der Orderausführung. Orders werden laut LYNX in Echtzeit übermittelt und ausgeführt.
Marktdaten bei TradingView
TradingView.com hat eigene Datenpakete. TradingView verifiziert bei manchen angebundenen Brokern, etwa Interactive Brokers, bereits bezahlte Echtzeitdaten. Weil LYNX dort nicht angebunden ist, kannst du diesen Weg für dein LYNX-Abo nicht nutzen. Wenn du auf TradingView.com Xetra in Echtzeit sehen willst, brauchst du ein separates Datenpaket bei TradingView. Für die Analyse auf Tages- oder Wochenbasis reichen verzögerte Kurse oft völlig. Warum Kurse bei TradingView verzögert sein können und welche Pakete es gibt, erkläre ich in TradingView-Kurse verzögert.
So vermeidest du Doppelzahlungen
Handelst du nur auf Tagesbasis, reicht oft: Echtzeit im Broker (für die Order) und verzögerte oder Tagesschlussdaten in TradingView (für die Analyse). Erst wenn du intraday auf TradingView.com analysierst, lohnt sich dort ein Echtzeitpaket. Prüfe vor jedem Abo, für welche Börse es gilt.
Erst üben: Demokonto bei LYNX
Bevor du aus dem Chart echtes Geld bewegst, kannst du laut LYNX ein Demokonto zusätzlich zu deinem Depot anlegen. Im Client Portal klickst du oben rechts auf „Willkommen“, dann „Einstellungen“ und unter „Kontokonfiguration“ auf „Paper-Trading-Konto“. Dort vergibst du einen eigenen Benutzernamen und ein Passwort. Das Demokonto wird innerhalb eines Arbeitstages eingerichtet. Anschließend kannst du die Frage „Echtzeit-Marktdatenabonnements mit dem Demokonto teilen?“ mit „Ja“ bestätigen. Wie du Paper Trading sinnvoll aufziehst, zeige ich in meiner Anleitung TradingView Paper Trading. Die Regeln dort gelten genauso für das LYNX-Demokonto.
Was kostet der Handel über LYNX?
Für deutsche Aktien und ETFs über Xetra nennt LYNX (Stand Oktober 2026) folgende Provision:
| Produkt (Xetra) | Provision | Minimum | Maximum |
|---|---|---|---|
| Aktien | 0,14 % | 5,80 € | 99,00 € |
| ETFs, ETCs, ETNs | 0,14 % | 5,80 € | 99,00 € |
Beispiel: Bei einem Ordervolumen von 3.500 € ergäben 0,14 % rechnerisch 4,90 €. Es greift aber das Minimum, also 5,80 €. Laut LYNX sind darin die Provisionen von Interactive Brokers enthalten, nicht aber Spreads, Produktgebühren oder mögliche Finanztransaktionssteuern. Dazu kommen gegebenenfalls Marktdaten-Abos.
Steuerlich ist LYNX ein Sonderfall, weil das Depot über den Partner Interactive Brokers im Ausland geführt wird. LYNX schreibt dazu, dass du die Abgeltungsteuer nicht pro Trade abgeführt bekommst, sondern deine Gewinne und Verluste im Rahmen der Einkommensteuererklärung selbst angibst. Das ist ein allgemeiner Hinweis, keine Steuerberatung. Kläre die Details mit einer Steuerberaterin oder einem Steuerberater.
Typische Probleme und Lösungen
- Kein „LYNX“ im TradingView Trading Panel: Das ist kein Fehler deines Kontos. LYNX ist dort nicht gelistet. Nutze die Charts in LYNX+.
- Kurse in LYNX+ verzögert: Ohne Echtzeit-Abo sind Kurse meist 15 Minuten alt. Abo im Client Portal prüfen und beachten, dass ein Mindestwert von 200 USD nötig ist.
- Login in LYNX+ klappt nicht: LYNX nennt IP-Beschränkungen im Client Portal als möglichen Grund. Prüfe sie dort und deaktiviere sie gegebenenfalls.
- Produkt nicht handelbar: Fehlt die Handelsfreigabe für die Produktklasse, lehnt die Plattform die Order ab. Freigaben im Client Portal ergänzen.
- Layout weg: Gespeicherte Chart-Layouts lädst du über den Pfeil neben „Speichern“ und „Layout öffnen…“.
Für wen lohnt sich die Kombination LYNX und TradingView?
Sie passt eher zu dir, wenn … du an internationalen Börsen handeln willst, deutschsprachigen Service schätzt, mit TradingView-Charts in LYNX+ auskommst und für eigene Screener oder Skripte zusätzlich TradingView.com nutzt.
Sie passt eher nicht, wenn … du unbedingt direkt auf TradingView.com aus dem Chart handeln willst. Dann brauchst du einen Broker, den TradingView offiziell anbindet. Auch wer sehr kleine Beträge investiert, sollte die Mindestprovision von 5,80 € und die Steuer-Selbstveranlagung mit einrechnen.
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FAQ
Kann ich LYNX direkt mit TradingView verbinden?
Nicht über das Trading Panel auf TradingView.com. LYNX steht (Stand 17.10.2026) nicht in der deutschsprachigen Brokerübersicht von TradingView. LYNX bietet stattdessen TradingView-Charts im Webtrader LYNX+, inklusive Order aus dem Chart.
Welche Indikatoren gibt es in den LYNX+-Charts?
LYNX nennt über 80 Indikatoren, darunter RSI, MACD, gleitende Durchschnitte, Stochastik, Bollinger-Bänder und ATR. Eigene Pine-Script-Indikatoren nennt LYNX nicht. Dafür nutzt du TradingView.com.
Kostet die TradingView-Chartfunktion in LYNX+ extra?
Für die Charts in LYNX+ nennt LYNX keinen eigenen Preis. Echtzeit-Marktdaten können aber kostenpflichtig sein und werden im Client Portal abonniert. Ein eigenes TradingView-Abo ist dafür nicht nötig.
Warum sind meine Kurse in LYNX+ verzögert?
Die LYNX-Plattformen zeigen standardmäßig meist um 15 Minuten verzögerte Kurse. Echtzeitdaten brauchen ein Abo im Client Portal und einen Depotwert von mindestens 200 USD. Die Orderausführung erfolgt trotzdem in Echtzeit.
Kann ich mit LYNX erst üben?
Ja. LYNX bietet ein Demokonto, das du im Client Portal unter „Einstellungen“ und „Kontokonfiguration“ als Paper-Trading-Konto anlegst. Die Einrichtung dauert laut LYNX bis zu einem Arbeitstag.
Was ist der Unterschied zwischen LYNX und Interactive Brokers?
LYNX ist laut eigener Angabe Partner von Interactive Brokers Ireland. Du nutzt die IBKR-Infrastruktur, bekommst aber Kontoführung, deutschsprachigen Service und Plattformen über LYNX. Interactive Brokers selbst ist bei TradingView direkt angebunden, LYNX nicht.
Quellen
- LYNX Service Center: Charts (LYNX+ und TWS)
- LYNX Service Center: LYNX+
- LYNX Service Center: Marktdaten
- LYNX Service Center: Demokonto erstellen
- LYNX: Mindestanforderungen
- LYNX: Preise und Konditionen
- LYNX: Bracket-Order
- LYNX Service Center: Steuerinformationen
- TradingView: Brokerübersicht
Risikohinweis – keine Anlageberatung
Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und ist keine Anlageberatung, keine Steuerberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren. Alle Beispiele sind rein illustrativ. Der Handel mit Wertpapieren ist mit Risiken verbunden, bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals. Bei Margin-Depots, Optionen und Futures können Verluste die Einlage übersteigen. Prüfe vor jeder Entscheidung die aktuellen Unterlagen und Konditionen des jeweiligen Anbieters.
Über den Autor: René schreibt als Trendaktienhamster über TradingView, Trendaktien und Broker – mit über 30 Jahren Börse im Rücken und dem Ziel, dass du Werkzeuge verstehst, bevor du sie einsetzt. Mehr über René
